Sponsoring für Feuerwehren

Donations

Sowohl Berufsfeuerwehren als auch Freiwillige Feuerwehren sind oft in Finanznot, weil sie neue Geräte brauchen, neue Fahrzeuge oder laufende Kosten einfach zu hoch werden. Eigentlich sollte in diesem Fall die öffentliche Hand eingreifen, aber auch die Kassen der Städte und Gemeinden sowie der Länder werden nicht voller.
Deshalb ist es seit langem üblich, dass man auch so genannte Drittmittel bekommt, meistens in der Form von Spenden. Manche Feuerwehren haben sich schon ein ganzes Einsatzfahrzeug zusammengespart. Meistens sind es aber vor allem bestimmte Geräte, die entweder als solches gespendet werden, oder aber Sponsoren überweisen der Wehr eine entsprechende Summe aufs Vereinskonto.

Ganz vorne bei den Sponsoren stehen immer die Sparkassen in Österreich. Manchmal sind es kleine Dinge, wie ein Tablet oder neue Ladegeräte für die Alarmempfänger, manchmal aber auch ganze Ausbildungen. So hat die Sparkasse Imst Feuerwehrleute zu einer speziellen Tunnelausbildung geschickt. Immerhin befinden sich 130 Kilometer Tunnelstrecken im Verantwortungsbereich der Feuerwehr Landeck, die die Ausbildung finanziert bekommen hat.

Spenden an die Feuerwehr sind steuerlich absetzbar, sind aber bei Unternehmen auch deshalb beliebt, weil sie gut fürs Image sind. Und oft ist auch ein wenig Selbstzweck dabei: Viele Firmen haben natürlich ein besonderes Interesse daran, dass die Feuerwehr an ihren Firmensitz gut ausgestattet und gut ausgebildet ist – es kann ja immer etwas passieren. Deshalb laden Unternehmen die Wehren auch gerne zu Übungen ein – es kann im Ernstfall von Vorteil sein, dass die Wehrleute die Lokalität kennen. Das zahlt sich vor allem bei Unternehmen aus, die gefährliche Stoffe lagern. Als Gegenleistung gibt es meistens auch eine Spende der Firma für die Feuerwehrarbeit.

Es wird oft unterschätzt, wie hoch die Kosten bei Feuerwehren sind. Ein Tanklöschfahrzeug kann schon mal eine halbe Million Euro kosten, und damit hat es noch keine Spezialbestückung. Gerade Wehren mit Spezialaufgaben, die besondere Infrarotkameras brauchen, oder Gefahrgutausstattung, sind oft auf Gelder von lokale und regionalen Unternehmen angewiesen.