Spezialaufgaben der Feuerwehr in Österreich

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Einige Feuerwehren in Österreich haben sich – oft aufgrund ihrer geografischen Lage – auf bestimmte Einsätze spezialisiert. Das ist oft unabhängig davon, ob es sich hierbei um eine Berufsfeuerwehr, eine Feuerwache in einer Großstadt oder eine kleine Dorffeuerwehr handelt. Die Freiwillige Feuerwehr in Rankweil ist so ein Fall der Spezialisierung. Sie ist die dem Ambertunnel am nächsten gelegen Wehr und muss deshalb zu Einsätzen im Tunnel oft genug ausrücken. Für Brände und Rettungen in Tunneln braucht man aber spezielles Gerät und Fahrzeuge. Die Wehr ist deshalb mit einem Walser TLF1500/100T ausgerüstet. Dabei handelt es sich um ein Tanklöschfahrzeug, das unter anderem Allradantrieb hat. Es ist wendig, damit es im Tunnel einfach manövriert werden kann. Einfachste Bedienung bedeutet, dass jeder Feuerwehrmann im und am Auto arbeiten kann. Zwischen Fahrer und Mannschaftskabine gibt es eine Kommunikationsmöglichkeit durch einen Ausschnitt in der Rückwand der Fahrerkabine. Fünf Mann können im Rettungsfahrzeug Platz finden, ebenso viele Atemschutzgeräte, außerdem eine Wärmebildkamera, Rettungsleinen, Notrettungsset, Brandfluchthauben, Taschenlampen und Rückwegmarkierungsleinen. Mit einem Schalter der mit „am Einsatzort” beschriftet ist wechselt das Auto vom Fahrmodus in den Einsatzmodus: Alle Rollläden der Geräteräume öffnen sich, das Fahrgestell senkt ab und die Arbeitsbeleuchtung schaltet sich ein.

Rankweil hat aber noch mehr zu bieten: In den Bergen gelegen gibt es hier immer wieder Notfalleinsätze, die ein koordiniertes Eingreifen aller Rettungsdienste notwendig machen. Deshalb bildet die örtliche Feuerwehr zusammen mit der Bergrettung und Suchhundeführern der Bergrettung Vorarlberg, sowie Notärzten die Search and Rescue Unit Vorarlberg. Ihre Aufgaben sind Suche und der Rettung von verschütteten Personen bei Erdbeben, nach Gebäudeeinstürzen oder Felsstürzen, Die Gruppe hat die erste EU-Klassifizierung in Österreich erhalten und wird immer wieder auch zu Auslandseinsätzen gerufen. So waren sie zum Beispiel in Algier im Einsatz und im Iran nach dem verheerenden Erdbeben 2003. Manchmal sind es auch nur einzelne Mitglieder, die ins Ausland geflogen werden, um die Lage zu beurteilen. Thomas Nesensohn, Mitglied der SARUV, war zum Beispiel nach dem Erdbeben in Nepal nach Kathmandu gerufen worden, um Gebäude zu inspizieren.