Großartige Feuerwehrfrauen

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Auch in der Alpenrepublik Österreich werden Frauen immer häufiger in einer Feuerwehruniform gesehen. Neben der allgemeinen Gleichberechtigung hat das auch noch andere Gründe: Einer ist, dass Frauen gerade in ländlichen Regionen eher zu Hause sind und damit in der Freiwilligen Feuerwehr dienen können. Alleine in der Steiermark sind 2600 Frauen aktiv in der Feuerwehr. Mittlerweile finden sich nach Anfangsproblemen auch Frauen in den Berufsfeuerwehren. In Wien zum Beispiel ist Tara Hassan längst ein wichtiges Mitglied der Feuerwache der Magistratsabteilung 68. Sie hatte die HBLA besucht und musste ein Berufspraktikum machen: Das absolvierte sie an einer Schule und eines Tages ging es zum Ausflug zu einer Feuerwache. Die junge Frau war sofort begeistert und wusste: Das will ich auch machen. Im Jahr bewerben sich im Durchschnitt etwa 10 Frauen bei der Wiener Berufsfeuerwehr, aber nur die wenigsten kommen bis zur Einstellung durch. Der Job ist nicht einfach: 24-Stunden-Schichten, körperlich anstrengend und natürlich auch bisweilen gefährlich. Nach sechs Jahren kommt aber der erste Karriere Sprung: Man kann die Chargenschule besuchen und das Kommando über einen Löschtrupp bekommen. Sabrina Stutzig ist auch bei der Feuerwehr, allerdings löscht sie keine Feuer selbst, sondern koordiniert. Ihr Vater war schon Feuerwehrmann und ein Onkel auch. Ihr Job ist es, eingehende Notrufe zu bearbeiten. “Routine kommt nie rein. Jeder Einsatz ist neu, jedes Mal ist der Puls auf 200. Darauf kann man sich nicht vorbereiten, das kann man nicht durchspielen,”, sagt sie. Bevor sie in der Funkzentrale arbeitete, hat sie auch die normale Ausbildung zur Feuerwehrfrau absolviert und war auch bei Einsätzen dabei. Einer ist ihr besonders in Erinnerung: Als eine Küche brannte und die Retter nur mit Atemschutz in die Wohnung konnten. Stutzig fand eine alte Frau völlig hilflos aber am Leben und trug sie ins Freie. Das “Danke” der Frau wird sie wohl niemals vergessen.