Freiwillige Feuerwehrarbeit in Österreich

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Wenn es in Österreich brennt, rückt in den meisten Fällen eine Freiwilligentruppe aus. Aber auch wer in seinem Auto nach einem Unfall in seinem Auto eingeklemmt ist, wird in der Regel von
Menschen gerettet, die Minuten zuvor noch beim Abendessen mit er Familie saßen oder sich gerade ein Bad einließen. Feuerwehrarbeit ist in den meisten Fällen Freiwilligenarbeit. Leider wird sie aber immer wieder unterschätzt und findet nicht die Aufmerksamkeit, die ihr eigentlich gebührt.

Wenn man Medienberichte liest, dann geht es meist um die Rettung von Menschen aus einem brennenden Haus. Dabei machen die Brände heute nur noch einen kleinen Teil der Feuerwehrarbeit aus. Die meisten Einsätze sind heute technische Dienstleistungen.

Städte und Gemeinden in Österreich sind gesetzlich verpflichtet, eine Feuerwehr bereitzuhalten. Weil die meisten nicht die Mittel für eine Berufsfeuerwehr haben, braucht man die Freiwilligen Feuerwehren. Über 300.000 Männer und Frauen engagieren sich ehrenamtlich für diesen Zweck.
Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, welche Einschränkungen manchmal die Feuerwehrleute hinnehmen müssen, um anderen Menschen zu helfen. So opfern sie einen Großteil ihrer Freizeit zum Beispiel dafür, dass es bei Veranstaltungen einen ausreichenden Brandschutz gibt. Gerade größer Feste und Sportveranstaltungen sind mit einem durchaus großen Personalaufwand verbunden.

Feuerwehrleute müssen aber vor allem 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche einsatzbereit sein. Sie wissen nie, wann die Sirene heulen wird oder der Alarmempfänger beginnt zu piepsen. Oft genug ist das nachts, und die Einsätze zu diesen Tageszeiten sind meistens Verkehrsunfälle. Der normale Bürger kann sich gar nicht vorstellen, welche psychische Belastung das für die Retter sein kann, wenn sie immer wieder grausame Bilder von Verkehrsopfern sehen.

Heute gibt es selbst bei kleinen Feuerwehren ein ausführliches Nachgespräch, vor allem bei belastenden Einsatzsituationen. Und: Oft ist die Tatsache, dass man ein Menschenleben retten konnte oder zumindest einem Mitmenschen helfen konnte ein guter Lohn für die Einsatzkräfte.