Feuerwehrdienst: Ein harter Job für Frauen

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Heute ist es schon normal, dass Frauen auch in der Feuerwehr ihren Dienst tun. Sei es in den Freiwilligen Feuerwehren, wo Frauen den Bestand der Wehr sicherstellen oder auch in den Berufsfeuerwehren.

Die Einstellungskriterien sind die gleichen für Männer und Frauen, auch Letztere müssen eine handwerkliche Ausbildung mitbringen, wenn sie da Hobby zum Beruf machen wollen. In Österreich ist das Höchstalter um bei der Berufsfeuerwehr anzufangen, 25 Jahre. Frauen und Mädchen die bei der Freiwilligen Wehr anfangen wollen, müssen 16 Jahre alt sein. Jüngere müssen in die Feuerwehrjugend. In den ersten Jahren waren Frauen in den Berufsfeuerwehren noch selten gesehen und viele berichteten von Unsicherheiten ihrer männlichen Kollegen. Meist stellen sie eine Minderheit dar und stehen unter besonderer Beobachtung. Eine Retterin berichtet, dass gleich am ersten Tag ein Kollege gefragt hat, ob sie überhaupt einen Menschen aus einem brennenden Gebäude tragen kann. Natürlich konnte sie das, schließlich hatte sie den gleichen Fitnesstest bestanden wie alle anderen. Und die Frauen absolvieren auch die gleiche Grundausbildung. Eine Feuerwehrfrau sagte einmal: Wenn’s brennt, kann man nicht sagen: „Tut uns leid, heute haben wir leider die Frau dabei, rufen Sie morgen wieder an”.

Auch wenn die Männer vielleicht manchmal körperlich stärker sind, so punkten Frauen oft mit technischen Fähigkeiten und mentaler Stärke. Ausserdem sind die meisten Einsätze ohnehin weniger physisch belastend als man denkt: Viel ist Routine, wie Überschwemmungen, Verkehrsunfälle und kleinere Brände, die schnell gelöscht sind. In Österreich waren 2015 von den 318.000 Feuerwehrleuten bereits 19.672 Frauen, das waren 1159 mehr als im Vorjahr. Sie machen damit 6 Prozent der Gesamtmannschaft aus. Zum Vergleich: 2004 waren es nur 5.068 Frauen im aktiven Dienst und 2.902 Mädchen in der Feuerwehrjugend und Der Trend ist aber eindeutig:Es werden jedes Jahr immer mehr Frauen und Mädchen, die sich bei der Feuerwehr einschreiben oder das sogar zum Beruf machen.