Die schlimmsten Waldbrände in Österreich

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Einer der größten Waldbrände in der jüngeren Geschichte Österreichs war das Feuer in der Gemeinde Ebenfurth am 12. März 2002. Über 400000 Quadratmeter waren betroffen. Die Schlimmste Waldbrandsaison der vergangenen Jahrzehnte war der Sommer 1993: Damals waren 111 Hektar betroffen. Den zweiten Platz hat das Jahr 2013 mit 107 Hektar insgesamt.

Knapp 70 Hektar Wald gingen verloren, als im April 2015 auf einer Kahlschlagfläche auf der Göriacher Alm in Lurnfeld ein Brand ausbrach.

Eine weggeworfene Zigarette löste 2003 einen schlimmen Brand in Zistl-Bretstein, Steiermark, aus. Bei einem großen Teil der Brandfläche handelte es sich um einen Windwurf, es brannten etwa 35 Hektar Wald ab. Das Feuer loderte zwei Wochen, bis die letzten Flammen und Glutnester erstickt waren. Etwa 40 Hektar Waldfläche wurden zerstört, als es im Juli 2007 zu einem Feuer in Ebensee (Bezirk Gmunden) kam. Eingesetzt wurden Hubschrauber, die aus naheliegenden Seen Wasser entnahmen und auf die Flammen schütteten sowie Wärmekameras, um Glutnester die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar waren, entdecken zu können. Es dauerte insgesamt zwei Wochen, bis schließlich Entwarnung gegeben werden konnte. Im Einsatz waren neben hunderten Feuerwehrleuten auch Mitglieder der Bergrettung und das Bundesheer.

Jenes Heer war übrigens auch einmal für ein Waldbrand verantwortlich: 2007 verursachten Schießübungen ein Feuer in der Großmittler Heide, wo sich ein Truppenübungsplatz befindet. Weil man wegen vermuteter Blindgänger nur auf den Wegen bleiben konnte, gestalteten sich die Löscharbeiten sehr schwierig. Knapp 4 Hektar Wald waren am Ende betroffen.

2015 In einer Hütte am Stagor in Steinfeld im Drautal, Kärnten brach im Februar 2002 ein Feuer aus, das sich schnell über das Gebäude hinaus ausbreitete und aufgrund der extremen Trockenheit den umliegenden Wald entzündete. 70 Hektar waren betroffen, hunderte Feuerwehrleute kämpften tagelang gegen die Flammen, die wegen der ungünstigen Wetterbedingungen immer wieder aufloderten. Weil viele brennende Bäume an extremem Steilhängen standen, hatten die Retter große Schwierigkeiten, überhaupt nahe genug an die Brandherde zu kommen. Zum Einsatz kamen Löschhubschrauber, die Spezialmittel verwendeten, um das Löschwasser effektiver zu machen. Zwei Feuerwehrleute wurden verletzt. Das Feuer war einer der größten Waldbrände in der jüngeren Geschichte Österreichs.