Auszeichnungen für Feuerwehrleute

Wer bei der Feuerwehr Außergewöhnliches geleistet hat, sollte dafür auch geehrt werden dürfen. Das sehen wir so und auch die den Feuerwehren übergeordneten Behörden und Gesetzgeber. Und weil die Retter so viel leisten, gibt es auch eine ganze Reihe von Auszeichungen. Diese sind regional aber unterschiedlich benannt. Bis 1938 gab es das einheitliche Feuerwehr-Ehrenabzeichen, seit 1950 existieren aber die verschiedenen Ehrungen der Länder. So hat die Hauptstadt die Medaille für Verdienste im Wiener Feuerwehr- und Rettungswesen, in Tirol hat man den eher sperrigen Namen Medaille für ersprießliche Tätigkeit auf dem Gebiet des Feuerwehr- und Rettungswesens gewählt. Das Land Salzburg zeichnet FeGallet_helmetuerwehrleute mit der Medaille für vieljährige, eifrige und ersprießliche Tätigkeit aus, während es im Vorarlbeg schlicht die Feuerwehrmedaille des Landes ist. In Kärnten gibt es gar zwei Versionen: Die Kärntner Medaille für Verdienste im Feuerwehr- und Rettungswesen und das Kärntner Ehrenkreuz für besondere Leistungen im Feuerwehrdienst. Wer seinen Dienst in Niederösterreich absolviert hat, kann das Ehrenzeichen für vieljährige verdienstvolle Tätigkeit bekommen, in der Steiermark gibt es die Medaille für vieljährige, eifrige und ersprießliche Tätigkeit. Schließlich werden in Oberösterreich die Feuerwehr-Dienstmedaille

und das Feuerwehrverdienstkreuz verliehen.

Aber auch der Österreichische Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV) hat seinen eigenen Medaillen und Auszeichnungen. Die Florianiplakette gibt es in Gold, Silber und Bronze. Der Ehrenring wird an verdiente Präsidiumsmitglieder verliehen und das Katastrophen-Verdienstzeichen gibt es für Einsätze im In- oder Ausland, wenn nicht schon durch einen Landesverband gewürdigt. Feuerwehrleute ausländischer Wehren, die mit der österreichischen Feuerwehr zusammenarbeiten, könne die Medaille für internationale Zusammenarbeit erhalten. Eine hohe Auszeichnung ist das Verdienstzeichen des ÖBFV, das es auch in Gold, Silber und Bronze gibt. Es wird für besondere Leistungen verliehen. Das Verdienstkreuz des ÖBFV bekommen nur Mitglieder oberhalb des Ranges eines Bezirksfeuerwehrkommandanten. Bedingung ist eine in außerordentlich gefährlichen Umständen hervorragende feuerwehrliche Leistung unter Einsatz des eigenen Lebens.

Wer diese Auszeichnung schon bekommen hat, aber weiterhin heroische Arbeit leistet, kann das große Verdienstkreuz des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes bekommen. Die höchste Auszeichnung ist das große Verdienstkreuz des ÖBFV am Bande. Unter anderem wurde der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl damit ausgezeichnet.