Ausgezeichnete Lebensretter

Thomas Sagmeister von der Wiener Feuerwehr ist einer jener Retter, denen jemand sein Leben zu verdanken hat. Im März 2015 war er Radfahren, als er auf der Donauinsel eine Menschenmenge beobachtete, die sich um einen verunfallten Radler gebildet hatte. Der Mann hatte offenbar einen Herzstillstand erlitten. Der Feuerwehrmann zögerte nicht lange und begann sofort mit der Wiederbelebung. Er hielt durch bis schließlich die Besatzung der herbei gerufenen Rettungshubschraubers übernahm. Sagmeister bekam für sein rasches und beherztes Handeln das Verdienstzeichen in Bronze verliehen.

Ebenfalls ein ausgezeichneter Feuerwehrmann ist Franz Wiehart: Er wurde für seine 80-jährige Mitgliedschaft und Tätigkeit in der Bezirksfeuerwehr Tulln ausgezeichnet. Der 99-Jährige hatte die Wehr nach dem Krieg mit aufgebaut und ihr sein Grundstück verkauft, auf dem dann das Feuerwehrhaus gebaut wurde.

In Münichreith-Laimbach wurde Feuerwehrmänner für einen eher eiszeitlichen Einsatz geehrt. Teile Niederösterreichs waren eine Woche lang unter einer dicken Eisschicht begraben. 2500 Feuerwehrleute, Männer und Frauen waren fast ununterbrochen im Einsatz. 17 Männer, die mehr als 48 Stunden im Einsatz waren, wurden mit Medaillen ausgezeichFranklin_Street_Fire_Station_and_firefighters'_memorialnet. Übrigens zog die Wehr auch eine Lehre aus der Katastrophe: Wenn der Strom großflächig ausfällt, kann auch die Verständigung zwischen den Rettungsdiensten zusammenbrechen.

Stefan Pflaum rettete einen Menschen, der eigentlich sterben wollte. Er sah eine Frau an einer Böschung einer Bundesstraße kauern. Kurz zuvor hatten Verwandte schon Polizei und Feuerwehren alarmiert, um sie zu suchen. Sie hatte offensichtlich angekündigt, sich das Leben nehmen zu wollen. Als sie Pflaum erblickte, rannte sie los auf die Fahrbahn. Der Feuerwehrmann spurtete hinterher und bekam sie im letzten Moment zu fassen, kurz bevor ein LKW an beiden vorbei rauschte. Weil er sein eigenes Leben dabei riskiert hat, bekam er die Bayerische Rettungsmedaille verliehen.

Der Grazer Berufsfeuerwehrmann war ähnlich mutig: In der Mur, einem nicht gerade kleinen Fluss, war ein treibender Mensch gesehen worden und die Feuerwehr rückte zur Rettung aus. Sie erkundeten gerade die Lage als ein Körper an ihnen vorbei trieb. Puschnig zog die Jacke aus und sprang ins Wasser. Er hatte als Sicherung ein Seil dabei und konnte den Mann ans Ufer bringen.